Ausflug der Klassen 2a und 2c nach Maulbronn

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maulbronn3Am 21.07. 2014 fand der große Jahresausflug der Klassen 2a und 2c zum Kloster Maulbronn statt. Wir fuhren mit einem extra gemieteten Bus, der auch voll besetzt war mit den knapp 50 Kindern und drei Erwachsenen. Im Kloster angekommen, durften die Kinder an einem Workshop teilnehmen. Zur Auswahl standen „Nadelfilzen“ und „Brot backen“. Fast alle Jungen entschieden sich für das Brot backen, die Mädchen dagegen wollten lieber Nadel filzen und stellten wunderschöne kleine Filzanhänger her, die sie natürlich mit nach Hause nehmen durften. Die Brotbäcker buken Schlemmerfladen aus Sauerteig, belegt mit Sauerrahm, Schinken, Salami und Käse. Natürlich ließen wir uns die noch warmen Brote gleich vor Ort schmecken! Dazu gab es Apfeltee, beides schmeckte köstlich. maulbronn4Die Kinder erfuhren einiges über die verschiedenen Berufe im Mittelalter und bei der anschließenden Führung sehr interessante Details über das Leben der Mönche und Laienbrüder im Kloster.
Der Ort Maulbronn erhielt übrigens seinen Namen, weil der Legende nach ein Maulesel den Ort für die Klostergründung fand: Ein Wappen an der Quellennische zeigt die Gründungslegende, in der es heißt, dass die Mönche unentschlossen waren, wo sie das Kloster bauen sollten. Sie beluden deshalb ein Maultier mit den Klosterschätzen und ließen es laufen. Das Maultier blieb an der Stelle des heutigen Brunnens (= Bronn) stehen, warf den Klosterschatz ab und scharrte mit dem Huf. Dort schoss sogleich eine Wasserfontäne empor, die die Mönche im Brunnen und später im Brunnenhaus fassten. So habe das Kloster seinen Standort und den Namen Maulbronn erhalten.
Eine weitere interessante Legende aus dem Kloster Maulbronn beschreibt die Erfindung der schwäbischen Maultasche durch die Maulbronner Mönche:
maulbronn2 Einmal bekamen die Ordensbrüder des Klosters Maulbronn in der Fastenzeit Fleisch geschenkt. Als sparsame Schwaben wollten sie dieses nicht verkommen lassen. Um das Verbot zu umgehen, freitags und in der Fastenzeit Fleisch zu essen, hackten sie das Fleisch ganz klein und vermengten es mit Kräutern. So sah es nach Gemüsebrei aus. Zudem wurde es noch in Taschen aus Nudelteig versteckt, damit es der Herrgott vom Himmel nicht sehen könnte. Der „liebe Gott“ soll dabei augenzwinkernd zugesehen haben. Im Volksmund wurde dieses Gericht nach dem Klosternamen als „Maul“tasche bezeichnet und wird auch scherzhaft „Herrgottsbscheißerle“ genannt.
Nach diesem interessanten Vormittag ging es mit dem Bus zurück zur Schule und die Klassen 2a und 2c sowie ihre Klassenlehrerinnen Frau Lenz und Frau Kleinpeter danken dem Förderverein ganz herzlich für die finanzielle Unterstützung dieses tollen Ausflugs!

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        (N. Lenz)